Solidarität mit Angelo Lucifero!
Aufruf an alle GewerkschafterInnen und AntifaschistInnen:
Unterstützt
den antifaschistischen Gewerkschafter Angelo Lucifero gegen die Angriffe von
Nazis und Polizei
Am 15.März 2007 fand in Erfurt die wöchentliche Kundgebung des
Sozialbündnisses statt.
50 Nazifaschisten versuchten die Kundgebung zu
behindern und griffen auch Teilnehmer an. Der Kollege Angelo Lucifero, als
bekannter antifaschistischer Gewerkschafter selber seit 1991 das Opfer von 14
Naziangriffen, versuchte bedrängten KollegInnen zu helfen und sich selber gegen
die Schläge und Übergriffe der Nazischläger zu wehren. In dieser für die
Teilnehmer an der Kundgebung des Sozialbündnisses bedrohlichen Situation schoss
er aus fünf Meter Entfernung in Notwehr mit einer Schreckschusspistole, um die
Nazifaschisten zurückzudrängen.
Das Opfer nazifaschistischer Angriffe wird zum Täter gemacht
Während die Nazifaschisten die Kundgebung des Sozialbündnisses Erfurt unter
den Augen der Polizei störten und angriffen (was es nicht zum ersten Mal gab),
wurde der Kollege Angelo Lucifero aufgrund der Aussagen von Nazizeugen nur 30
Minuten später von der Polizei gewaltsam aus seinem Auto geholt, durchsucht und
festgenommen. Bis 21.00 Uhr wurde er in der Polizeizentrale gefesselt
festgehalten und erst dann nach einem Verhör durch die Kripo freigelassen. Am
Tag danach begann eine Hetzkampagne in der lokalen bürgerlichen Presse. Die
lokalen Gewerkschaftsführer des DBG und Verdi unterstützten dies, indem sie sich
sogleich von dem aktiven Antifaschisten und Gewerkschafter distanzierten und
aufgrund seiner antifaschistischen Gegenwehr seine bisherigen gewerkschaftlichen
Funktionen gleich mit in Frage stellten. Nicht viel besser der
Bundestagsfraktionsvize der „Linkspartei/PDS” B.Ramelow, der sich ebenso
distanzierte während er zu dem Naziübergriff schwieg.
Solidarität organisieren - Die gemeinsame Antifaschistische Selbsthilfe
von Gewerkschafterlnnen und Antifaschistinnen organisieren
Antifaschistische Gegenwehr ist angesichts des zunehmenden Straßenterrors der
Nazibanden und der seit 1990 135 durch Nazifaschisten ermordeten Menschen mehr
als gerechtfertigt. Da gibt es für uns kein Wenn und Aber. Für Menschen aus
anderen Ländern, Flüchtlinge, Antifaschistinnen und alle, die nicht in das
nazifaschistische Weltbild passen, gehören Bedrohungen und Angriffe mittlerweile
zum Alltag. Antifaschistinnen, die sich gegen den ausgeübten Naziterror aktiv
wehren, werden staatlicherseits verfolgt (z.B. Erfurt) und auch kriminalisiert
(z.B. Potsdam, Berlin). In dieser Situation ist es umso nötiger, das
kämpferische Gewerkschafterlnnen und Antifaschistinnen den Kollegen A.Lucifero
solidarisch unterstützen und das Recht auf antifaschistische Selbsthilfe
gegenüber Abwieglern aller Art (ob nun DGB oder Linkspartei) verteidigen.
Zu Recht stellen die „Gewerkschafterlnnen gegen Rechts” in Erfurt zur
Unterstützung Angelns fest: „Einige der 135 Todesopfer rechter Gewalt in
Deutschland 1990 -2005 würden vermutlich noch leben, hätten sie sich verteidigen
können” (Offener Brief der Gewerkschafterlnnen gegen Rechts vom 17.03.2007)
Bremen, den 27.03.2007
GewerkschafterInnen und Antifa – Gemeinsam gegen
Dummheit und Reaktion (Gewantifa)
Solidaritätserklärungen an: g-g-r@web.de
Weitere Informationen unter: http://ggr.blogsport.de/ und http://www.labournet.de/diskussion/rechten/opfer/angelo.html
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